Typisch norddeutsch ?!

Typisch norddeutsch ?!

Der Anbau von Obst und Gemüse unterscheidet sich nicht unerheblich in den verschiedenen Teilen Deutschlands. Wer seinen Garten einmal um hundert Kilometer in die ein oder andere Richtung verlegen mußte (oder wollte), wird das bestätigen können. Was aber ist das typische hier oben, zwischen den Meeren und immer irgendwie in Küstennähe?

Generell kann man wohl sagen, der Herbst dauert länger und ist schöner (und wärmer), dafür kommt der Frühling später und hält sich mehr zurück. Schon im Vergleich mit der Region südlich von Hannover – immer noch Norddeutschland! – zeigt: Konnte man dort oft Ende Februar mit den Arbeiten draußen beginnen, so ist das im Raum Lübeck meist erst Ende März sinnvoll möglich. Dafür war “unten” mein Garten bereits Anfang Oktober verlassen, hier werkele ich bis weit in den November draußen, manchmal sogar bis in den Dezember. Was uns hier fehlt (und ich bin dankbar dafür!), sind die extremen Temperaturspitzen, die so plötzlich in negative oder positive Richtung auftreten können. Die Meere sind ein ausgleichender Puffer. Im Winter ist es denn oft auch ein bischen wärmer als im Rest des Landes, im Sommer haben wir es dafür ein bischen kühler.

Aber auch innerhalb unserer Gruppe ist der Unterschied in der Entwicklung der Pflanzen auch Mitte Juni noch deutlich sichtbar. Der Raum Lübeck war dieses Jahr dem Raum Flensburg um zwei Wochen hinterher, wie wir an der Entwicklung der Johannisbeeren bei einem gemeinsamen Treffen feststellen konnten. Aber natürlich kann man auch zu einigen Tricks greifen, um das lokale Klima den Pflanzenwünschen anzupassen. Die Engländer haben es vorgemacht. Doch dazu mehr in unseren Gartentipps.