Winterheckenzwiebel

 

Winterheckenzwiebel Allium fistulosum

Laub, Blüten und Knospen frisch in Salaten, gedünstet in Gemüsegerichten. Um das Laub zu bleichen, im Frühjahr anhäufeln. Der Geschmack wird dadurch feiner. Horstbildend. Röhrenförmige Blätter, bis 45 cm lang. Hübsche, weiße Blütendolden – Insektenweide! Ausdauernd und winterhart. Bevorzugt nährstoffreichen Boden, ist aber nicht anspruchsvoll. Erste Ernte nach etwa 4 Monaten. [Arche Noah]

Ich liebe meine Winterheckenzwiebel. Da Zwiebeln bei mir in meinem Sandboden nicht so wachsen, wie ich es gerne hätte (vermutlich dünge ich nicht genug), fehlen mir in der Küche regelmäßig Zwiebeln. Die Winterhecke treibt schon ganz früh wieder durch, und spätestens ab März kann ich sie regelmäßig das ganze Frühjahr und den Sommer hindurch beernten. Sie wächst in einer Reihe direkt am Weg entlang, so komme ich auch ganz gut heran. Die grünen Halme sind relativ dick, innen hohl und haben ein deutliches Zwiebelaroma. Sie passen klein geschnitten als Zwiebelersatz an so ziemlich alle Gereichte, besonders gut aber in Salate (da sind mir echte Zwiebeln auch oft zu scharf). Sie steht jetzt schon mehrere Jahre an dem Standort, und bekommt im Herbst/Winter eine gute Kompostgabe. Einziges Problem ist die Nachzucht. Die Samen keimen gut, aber die Pflänzchen sind noch im ersten Jahr sehr sehr zart. So muss man auf sie im ersten Jahr ziemlich aufpassen (wenn man einen eher chaotischen Gemüsegarten hat), ab dem zweiten Standjahr geht es besser. Ab dem zweiten Jahr kann man auch vorsichtig ernten, ab dem dritten dann mehr. Ich passe auf, dass ich immer genügend Laub stehen lasse, damit die Pflanze noch genügend Kraftreserven behält. Bislang habe ich die geernteten Samen nur als Saatgut verwendet, letztes Jahr habe ich sie das erste Mal gründlicher gereinigt und in eine Gewürzmühle mit in die Küche geholt. So habe ich jederzeit frisches Zwiebelgewürz zur Hand.